Ermöglichungsdidaktik

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Unter dem Begriff Ermöglichungsdidaktik versteht man alle Lernprozesse sowie Lehrmaßnahmen, bei denen die Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbststeuerung im Mittelpunkt stehen. Damit stellt sich dieses didaktische Konzept gegen die klassische leistungsbezogenen Sicht auf die Wissensvermittlung, bei dem konkrete Inhalte zu konkreter Zeit mit einem zu erwartendem Ergebnisse vermittelt werden müssen. Das Konzept geht auf Rolf Arnold zurück und geht davon aus, dass weder das Lernen noch der Lernerfolg von außen erzeugt werden können. Somit liegen diese Aufgaben vollständig im Wirkungsbereich der Lernenden.

Somit verlagert sich die Hauptaufgabe von Dozenten*innen auf die “Bereitstellung von vielfältigen Angeboten zur Einleitung von Lernvorgängen zur Selbsterschließung von Problembereichen”. Die weiteren zentralen Aufgaben sind die bewusste und individuelle Gestaltung der Lern-Arrangements sowie Prozessunterstützung durch Feedback oder gezielte Wissensvermittlung.

Auch wenn Ermöglichungsdidaktik auf den ersten Blick sehr akademisch konnotiert ist, spielen die Grundprinzipien des Konzeptes im Rahmen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung eine große Rolle. Alleine die Befähigung zur Auseinandersetzung mit einer Problemstellung kann enorm zur Agilität und gefühlter Selbstwirksamkeit bei Mitarbeiter*innen beitragen.

Leseempfehlungen:

Rolf Arnold (2012): Ermöglichungsdidaktik – die notwendige Rahmung einer nachhaltigen Kompetenzreifung.

Ermöglichungsdidaktik. Ein Lehrbuch” von Rolf Arnold und Michael Schön

 

Quellen:

Ermöglichungsdidaktik: https://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%B6glichungsdidaktik

Kathrin Quilling: Ermöglichungsdidaktik. Der DIE-Wissensbaustein für die Praxis. https://www.die-bonn.de/wb/2015-ermoeglichungsdidaktik-01.pdf


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