New Work

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Ähnlich wie New Learning, ist New Work weniger ein konkreter Begriff und viel mehr ein komplexes Konzept, was vor allem um die 2020er Jahre seine Verbreitung gefunden. Das Konzept beschreibt die neue Art der Arbeit, die durch Digitalisierung, Selbstbestimmung, Asynchronität und geographische Distribution geprägt ist.
Auch wenn Begriff New Work besonders seit Corona-Pandemie an Popularität gewonnen hat, ist das Konzept nicht neu. New Work geht auf Frithjof Bergmann und seine Arbeitstheorie aus den 1980er Jahren zurück. Bergmann war sowohl von dem Sozialismus des Ostblocks als auch vom Kapitalismus enttäuscht und entwarf stattdessen ein Gegenmodell, das die Arbeitnehmer*innen und ihre Bedürfnisse in den Fokus rücken sollte. Zu den zentralen Teilen des New Work-Konzeptes gehören Erwerbsarbeit, „smart consumption“ und Selbstversorgung auf höchstem technischem Niveau sowie „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“.

Heutzutage wird der Begriff New Work weniger im anti-kapitalistischen oder anti-sozialistischen Sinne verwendet. Viel mehr vereint das Konzept den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung, Entfaltung, Verantwortung sowie Entkopplung der Leistungsbewertung von Ort und Zeit dank der Digitalisierung und des technischen Fortschritts.

 

Buchempfehlungen:

“Reinventing Organizations” von Frederic Laloux

“It Doesn’t Have to Be Crazy at Work” von Jason Fried und David Heinemeier Hansson 

 

Quellen:

New Work nach Bergmann: https://de.wikipedia.org/wiki/Frithjof_Bergmann#New_Work

Bergmann, Frithjof (2004): Neue Arbeit, Neue Kultur. Arbor Verlag.


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