Instructional Design

Unter Instructional Design (kurz ID, seltener deut. Instruktionsdesign) versteht man die systematische Planung, Konzeption und Evaluierung von Lern- und Lehrumgebungen. Im Gegensatz zu der klassischen akademischen Konnotation, beschäftigt sich das ID mit jedem systematischen „Arrangement von Umgebungsbedingungen, auch unter Einsatz verschiedenster Medien, das geeignet ist Kompetenzen zu fördern.”

New Learning

New Learning ist eher ein Konzept als ein Begriff und lässt sich daher schwer eindeutig definieren. Unter New Learning versteht man die individuum-zentrierte Selbst- und Potenzialentfaltung. Das Konzept ist eng mit dem Konzept des New Works von Frithjof Bergmann verknüpft und ist geprägt von Selbstbestimmung, Autonomie und Selbstverantwortung.

Der Begriff trennt grundsätzlich nicht das schulische und nicht-schulische Lernen. Dennoch hat das Konzept in den letzten Jahren eine weite Verbreitung im betrieblichen Kontext bekommen. Der Sammelbegriff „New Learning” wird oft im Kontexten der Digitalisierung, der Mitarbeiterförderung und der Zukunft von Arbeitswelt verwendet.

New Work

Ähnlich wie New Learning, ist New Work weniger ein konkreter Begriff und viel mehr ein komplexes Konzept, was vor allem um die 2020er Jahre seine Verbreitung gefunden. Das Konzept beschreibt die neue Art der Arbeit, die durch Digitalisierung, Selbstbestimmung, Asynchronität und geographische Distribution geprägt ist.

Auch wenn Begriff New Work besonders seit Corona-Pandemie an Popularität gewonnen hat, ist das Konzept nicht neu. New Work geht auf Frithjof Bergmann und seine Arbeitstheorie aus den 1980er Jahren zurück. Bergmann war sowohl von dem Sozialismus des Ostblocks als auch vom Kapitalismus enttäuscht und entwarf stattdessen ein Gegenmodell, das die Arbeitnehmer*innen und ihre Bedürfnisse in den Fokus rücken sollte. Zu den zentralen Teilen des New Work-Konzeptes gehören Erwerbsarbeit, „smart consumption“ und Selbstversorgung auf höchstem technischem Niveau sowie „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“.

Digital Learning

Unter Digital Learning ist jede Art vom Lernen gemeint, bei dem Technologie und digitalen Formate wirksam eingesetzt werden. Es umfasst den Einsatz von einer Vielzahl möglicher Methoden (Blended Learning, Gamification) und technischer Mitteln (Laptops, Tablets, etc.) Digitales Lernen impliziert, dass die Lernenden eine gewisse Kontrolle über den Zeitaufwand, den Ort der Lernens und das Lerntempo erlangen.

Corporate Learning

Unter Corporate Learning versteht man alle Maßnahmen in Bereichen der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext. Darunter fällt die Wissensvermittlung und das Wissensmanagement jeglicher Art erstmal unabhängig von eingesetzten Medien. Somit kann Corporate Learning Überschneidungen mit digitalen Lernen haben – dies ist jedoch keine Voraussetzung. Zu den häufigen Themen im Corporate Learning gehören gesetzlich vorgeschriebene Unterweisungen (auch wenn dies streng genommen eher eine Pflicht und weniger einen Mehrwert an Wissen darstellt), Aneignung neuer Fertigkeiten und Wissen, Schulungen in unternehmensinternen Prozessen, Produkt-Trainings, usw.

Selbstlernenden Organisation

Seit einigen Jahren ist der Begriff „Selbstlernende Organisation” immer verbreiteter geworden und bezeichnet die Unternehmen und Organisationen, die aus den auf sie zukommenden Herausforderungen Schlüsse ziehen und das eigenen Handeln und Strategien schnell anpassen können und wollen. Selbstlernende Organisationen sind anpassungsfähig und regieren agil auf äußere Reize z. B. Marktveränderungen.

Ermöglichungsdidaktik

Unter dem Begriff Ermöglichungsdidaktik versteht man alle Lernprozesse sowie Lehrmaßnahmen, bei denen die Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbststeuerung im Mittelpunkt stehen. Damit stellt sich dieses didaktische Konzept gegen die klassische leistungsbezogenen Sicht auf die Wissensvermittlung, bei dem konkrete Inhalte zu konkreter Zeit mit einem zu erwartendem Ergebnisse vermittelt werden müssen. Das Konzept geht auf Rolf Arnold zurück und geht davon aus, dass weder das Lernen noch der Lernerfolg von außen erzeugt werden können. Somit liegen diese Aufgaben vollständig im Wirkungsbereich der Lernenden.

Wissensmanagement

Unter Wissensmanagement versteht man Prozesse und Systeme, die auf den Erwerb, die Sicherung und die Weitergabe des Wissens bzw. des Know-Hows gerichtet sind. Der Begriff wird größtenteils im Unternehmenskontext verwendet und hat mit der voranschreitenden Digitalisierung immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Im Informationszeitalter, in dem wir Leben, bildet das eigene bzw. das betriebliche Know-How, die interne Expertise und die Fähigkeit, diese im Unternehmen zu behalten und weiterzugeben, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dabei ist es wichtig, zwischen Wissen und Information zu unterscheiden. Unter Information versteht man das Know-What, Tatsachen und Nachrichten, die per se keine Verknüpfung zur Handlung oder Erfahrung haben.